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Haltungsbericht Tipps und Tricks

Haltungsbericht

Königspython (Python regius)


Eines der kleineren Art der Gattung Riesenschlangen.
Die Weibchen mit einer maximalen Grösse von 150cm und die Männchen mit einer Grösse bis maximal 120cm.

Ein ruhiges Wesen, jedoch als Futterspezialisten mit langen Fresspausen nur für nervenstarke Halter zu empfehlen.

Herkunft: Westafrika bis Zentralafrika, Ghana, Benin, Togo, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Sierra Leone, Gambia, Kamerun über Nigeria, Tschad, Uganda und bis in den Sudan.

Lebensraum: In der Natur leben diese nachtaktiven Reptilien mehrheitlich in verlassenen Nagerbauten und in Termitenhügeln. Diese halten beide die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit konstant. Die Temperaturen betragen je nach Verbreitungsgebiet und Jahreszeit zwischen 28 und 34 Grad mit einer relativen Luftfeuchte um die 60% bis70 %.

Jedes Jahr werden mehrere tausende Königspython aus Afrika importiert und hier für wenig Geld an dem Mann/Frau gebracht. Diese sogenannten Ranging- oder Farmzuchten sind häufig sehr problematisch und es sollte daher auf Nachzuchten, die es bereits in Hülle und Fülle in der Schweiz gibt, zurück gegriffen werden.

Schutzstatus:
Diese Reptilien ist geschützt und unterliegt dem Washingtoner Artenschutz (Cites). Das heisst für Halter in der Schweiz, dass diese Tiere nicht ohne die nötigen Papiere in die Schweiz eingeführt oder ausgeführt werden dürfen.

Terrariengrösse:
Diese sind seit dem 1.9.2008 durch das Bundesamt für Veterinärwesen in der neuesten Ausgabe der TierSchutzVerordnung, sowie im TierSchutzGesetz wie folgt als MINIMUM Mass festgelegt:

Die aktuelle Länge des Tieres x Faktor 1, für die Länge des Terrariums.
Die aktuelle Länge des Tieres x Faktor 0.5, für die Tiefe des Terrariums.
Die aktuelle Länge des Tieres x Faktor 0.5, für die Höhe des Terrariums.
Ein kleines Beispiel:
Das Tier hat eine Länge von 100cm, hier bedarf es eines Terrariums in der folgenden Minimum Grösse:
100 x 1 = Länge 100cm
100x0.5 = Tiefe 50cm
100x0.5 = Höhe 50cm Sprich ein Terrarium mit den Massen 100 x 50 x 50 cm

Hier werden Sie geholfen:
Für Hilfen bei der Berechnung findet Ihr auf www.schlangenforum.ch einen Terrariumrechner nach TSchG.


Einrichtung des Terrariums:

- Weicher Bodengrund in Form von Rindenmulch, Torf- oder diverse Erdgemische sind optimal. Diese halten gut die Feuchtigkeit im Terrarium.

- Enge und viele Versteckmöglichkeiten in diversen Temperaturbereichen anbieten.

- Feuchtbox: Eine Plastikbox mit Deckel und Loch für den Einstieg, gefüllt mit Sphagnummoos. Dieses wird gerne in der Häutung, oder aber bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit im Terrarium genutzt. Die Box sollte alle paar Tage neu befeuchtet werden.

- Diverse gut befestigte Kletteräste in Bodennähe, da Königspython nicht so talentierte Kletterer sind.

- Ein Wasserbecken, dieses muss nicht übermässig gross sein, da diese Tiere nur baden wenn extreme, fast wüstenartige Bedingungen im Terrarium herrschen, oder aber ein Parasitenbefall vorliegt. Die wüstenartige Haltung kann man ausschliessen, da eine Feuchtbox in jedem Terrarium stehen sollte.

Beleuchtung / Wärme:
Die Beleuchtung spielt nur eine sekundäre Rolle und dient lediglich dem Tag- Nacht Rhythmus, sowie zum Wohle der im Terrarium eingebrachten Grünpflanzen.

Sollte die Wärme durch eine Spotlampe erzeugt werden, so ist es wichtig das diese Wärmequelle für das Tier unerreichbar, durch einen Schutzkorb gesichert, oder am besten ausserhalb des Terrariums steht.

Ein Temperaturgefälle im Terrarium ist genauso wichtig wie eine nächtliche Temperaturabsenkung, welche jedoch nicht unterhalb der 23Grad Marke fallen darf.

Fütterung:
Es werden Futtertiere in geeigneter Grösse angeboten.

Was mag das heissen?

So gross wie ich es für angemessen halte?

So gross wie der Kopf ?

NEIN ! und hier kurz und bündig:

Der Durchmesser des Futtertieres sollte den der Schlange (Körpermitte gemessen) nicht überschreiten!

Viele Königspython sind nur sehr schwer an das angebotene „Frostfutter" in Form von diversen Nagern zu gewöhnen. Hier gibt es einige Methoden die Tiere auf diese Art des Futters umzustellen.

Das verfüttern von lebenden Nagetieren ist seit dem 1.9.2008 verboten und nur für wenige Ausnahmen genehmigt.

-Prekilled = frischabgetötetes Futtertier. Diese werden nach dem TSchG mit CO2 getötet und können dann sofort verfüttert werden. In der Regel wird diese Art des Futters gut angenommen.

Hier einige Tipps und Tricks rund um Deinen König:
Hier gibt es immer wieder Tiere welche besondere Massnahmen erfordern damit diese wieder fressen.
Die Rede ist hier nicht von Futterverweigerer in der Paarungszeit, Trächtigkeitsphase, oder evtl. kranken Tieren, oder solchen bei denen die Haltungsparameter nicht stimmen. Die Rede ist hier von den Tieren die allgemein Schwierigkeiten machen.
Es gilt vorher mit Sicherheit abzuklären ob nicht eine der nachfolgenden Faktoren geben sind:
-Männchen in der Paarung
-Weiber in der Trächtigkeit
-krankes Tier
-Parameter des Terrariums evtl. falsch
Solltest du dies alles mit gutem Gewissen ausschliessen können, kannst du hier einige Tipps und Tricks lesen, die bei uns bis jetzt immer geholfen haben.

Futtertierspektrum erweitern / ändern:

Falls immer mit Ratten gefüttert wurde, mal etwas anderes versuchen. In der Regel fressen die Tiere dann Mäuse, können aber nach kurzer Zeit wieder auf Ratten umgestellt werden.


Klopfzeichen:
Dies mag sich etwas merkwürdig anhören, funktioniert aber sehr häufig. Imitiert die „Warnzeichen" eines Nagers durch leichtes unregelmässiges klopfen am Terrariumboden oder Rack. Nager klopfen bei Gefahr sehr häufig mit den Hinterbeinen und das scheint den Königspython irgendwie zu animieren.

Umsetzen in kleine gut belüftete Futterbox:
Vielfach reicht es aus das Tier in eine enge gut belüftete Futterbox zu überführen und diese dann zurück in das Terrarium zu stellen. Nach 2 Tagen versuchen in der Box zu füttern.